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Die Gründung Gemündens ist nicht bekannt.

Der Name leitet sich ab vom Zusammenfluss, also der Mündung, von Lamet-Bach und Simmer-Bach. Der Name selbst soll vor-fränkisch sein. Das würde bedeuten, das Gemünden spätestens  vor dem 5. nachchristlichen Jahrhundert besiedelt gewesen wäre.

Der Fund einer Töpferware, welche bei Ausschachtungsarbeiten im Flecken gefunden wurde und in diese Zeit datiert werden könnte, ging leider verloren.

Ein römisches Brandgrab in der heutigen Bahnhofstraße und römische bzw. vorrömische Funde in der näheren Umgebung künden von Menschen, die hier gelebt haben.

Die älteste, noch erhaltene urkundliche Erwähnung datiert mit 1301, die entsprechende 700-Jahr-Feier fand jedoch erst 2004 statt.

Im Mittelalter gehörte Gemünden zur vorderen Grafschaft Sponheim. Die Gemündener Gemarkung wurde schon sehr früh geteilt; sie gehörte erst zu drei, dann zu vier Herrschaftsbereichen: Pfalz-Simmern, Koppenstein (zu Baden), Kirchberg (zu Baden) und reichsfreie Herrschaft Gemünden.

Dies führte zu vielen Streitigkeiten und mündete u.a. in den sogenannten Reichskammergerichtsprozeß gegen die Herrschaft Schmidtburg. Erst die napoleonische Zeit beendete diese Zustände. Nach 1815 gehörte Gemünden zu Preußen während wir nun seit mehr als 60 Jahren Rheinland-Pfälzer sind.

Ursprünglich war Gemünden ein selbständiges Amt, welches bis 1798 bestand. Als unsere linksrheinische Heimat dem Französischen Reich zugeteilt wurde, bildeten die neuen Herrscher die Mairie Gemünden, im Kanton Kirchberg, im Arrondissement Simmern des Departement Rhein und Mosel. Als sich nach 1815 die Verhältnisse wieder wandelten, kam unser Ort zum Königreich Preußen und aus der Mairie wurde wieder ein Amt.

Seit der Verwaltungsreform der späten 1960er-Jahre gehört Gemünden zur Verbandsgemeinde Kirchberg.

Während der Markflecken Gemünden seit je her traditioneller Standort für Handwerk, Handel und Gewerbe gewesen ist, wurde Gemünden innerhalb der Verbandsgemeinde Kirchberg die Aufgabe der Naherholung und somit der Schwerpunkt im Bereich Tourismus.

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