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Ein Steinbruch im Naturpark?
Bürger gegen Ausbaupläne im Hunsrück

Wenn der Steinbruch auf der  Gemündener Höhe im Hunsrück ausgebaut wird, dann ist die Umwelt in  Gefahr.
Davon sind viele Bürger vor Ort überzeugt. Denn der Steinbruch  liegt nicht nur mitten im Naturpark Soonwald-Nahe, sondern auch in einem Wasserschutzgebiet.
Seit nunmehr über 7 Jahren kämpft die Bürgerinitiative “Bürger-für-Gemünden” (kurz: BfG) schon gegen das Vorhaben der Firma Nahe-Hunsrück-Baustoffe, einen Steinbruch errichten zu wollen. Der damalige Gemeinderat segnete dieses Vorhaben quasi ab.
Jedoch hatte man bei diesem Vorhaben die Bürger vor vollendete Tatsachen stellen wollen. Dieser Schuss ging offensichtlich nach hinten los.
Viele Bürger in Gemünden sind genau in diesen Ort gezogen, wegen der Idylle. Auch Urlaubsgäste, die in Gemünden doch in erklecklichem Anteil der VG Kirchberg Unterkunft suchen, wären sicher nicht begeistert einen Steinbruch in Gemünden vorzufinden. Im Übrigen wäre gerade Tourismus ein Zweig, um größere Gemeindeeinkünfte zu akquirieren. Hierzu benötigt man allerdings Fantasie und auch den Willen. Das Zeug dazu hätte Gemünden allemal, wie ein “Zukunfts-Forum Soonwald” in 2010 durchaus bewiesen hatte. Die Nahetouristik ist uns da allerdings weite Schritte voraus, von der wir sehr viel lernen könnten. 
     Nach einer Unterschriftensammlung (nicht jeder Haushalt wurde befragt) kamen schnell die Tatsachen an den Tag, dass ein sehr großer Teil der Bevölkerung, einen Steinbruch im anerkannten Erholungsort, der Perle des Hunsrücks, Gemünden kategorisch ablehnte. Nun lag es daran zu beweisen, wie wichtig, oder eben unwichtig tatsächlich ein Steinbruch gewesen wäre. Wie wichtig der “weiße Quarzit” angeblich für die Sicherheit im Straßenbau wäre, wurde von Statements der Bundesanstalt für Straßenwesen, sowie von Fachleuten des ADAC völlig entkräftet. “Arbeitsplätze müssen geschaffen werden”, hieß es. Der Steinbruch würde aber gerade einen neuen Arbeitsplatz bringen, wenn überhaupt...achso! Dann wollte die BI den genauen Einfluss auf das Trinkwasser wissen, dass durch die Gemündener Höhe sehr gut gefiltert wird. Ein Gutachter der Firma NHB meinte doch tatsächlich, dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen Bergbau und Wasserqualität gäbe. Ein “unabhängiger” Gutachter widersprach dieser Aussage in 2010 bereits vehement mit einem sehr ausführlichen, wie vernichtendem Gutachten für NHB. Das bewog gar die Verbandsgemeinde zu einer Abstimmung im Dezember 2010, die Bürgermeister Rosenbaum veranlasste. Es ging darum, sich entweder für den Quarzitausbau, oder für die Sicherung des Trinkwassers zu entscheiden. Die Abstimmung ging einstimmig für das Trinkwasser aus. Selbst jene Ratsmitglieder, die im Gemündener Gemeinderat noch für den Quarzitabbau waren (im Übrigen auch gegen Kernzonen im Soonwald), drehten sich plötzlich um 180°. Eine Enthaltung wäre zumindest nachvollziehbar gewesen, aber eine “Wende(-hals)” war für viele Beobachter der öffentlichen Sitzung doch schon sehr bedenklich und man fragte sich, welche Leute da im Rat eigentlich waren und die “Interessen der Bürger” zu vertreten hatten. So ergab es sich mit der Zeit, dass sich immer mehr parteilose Steinbruch-Gegner im Gemündener Gemeinderat etabliert haben.
Zwischenzeitlich haben sich die Gemeinde Mengerschied, sowie der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Simmern, zu BfG solidarisch erklärt, um nach Kräften diesen Steinbruch noch zu verhindern und sich für das Trinkwasser einzusetzen.
Gerade wird bei der SGD Nord (Genehmigungsbehörde) geprüft, ob dieses Gebiet der Gemündener Höhe als vorrangig für die Wassergewinnung eingestuft werden kann/soll. Derzeit ist es “noch” als vorrangig für den “Rohstoffabbau” deklariert.
So ist der Kampf noch nicht zu Ende. Bleibt abzuwarten, wer den längeren Atem besitzt, die besseren Argumente jedenfalls, besitzt jetzt schon BfG. Daher ist sicher auch zu verstehen, weshalb sich NHB mit seinem Ansinnen, nicht ganz so gerne in der Öffentlichkeit äußert.

Bitte Bild anklicken:
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  Transparent mit der Aufschrift "Wasserschutz ja - Steinbruch nein"Rein rechtlich ist der Ausbau des Steinbruchs durchaus möglich. Die Gewinnung von Rohstoffen ist durch das Bergrecht  grundsätzlich erlaubt. Doch eine Bürger-Initiative vor Ort will das  nicht hinnehmen. Mit Unterstützung aus der Politik wehrt sie sich gegen  die Ausbaupläne. Und ist jetzt einen großen Schritt voran gekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 




























 

Am Mittwoch, den 22.04.2015, 18.00 Uhr fand im Gemeindehaus Mengerschied

eine größere Informationsveranstaltung zum Thema „Geplanter Steinbruch Gemünden“ statt.

Organisiert wird diese Veranstaltung von der Ortsgemeinde Mengerschied in Zusammenarbeit mit Bürger für Gemünden e.V.

Hier finden Sie das überwältigende Ergebnis:

Am 13. Februar trafen sich Vertreter von "Bürger für Gemünden" und des Gemeinderates von Mengerschied  mit dem Kreisvorstand der Grünen zu einem Ortstermin auf der Gemündener Höhe.

BegehungNach einem ausführlichen Informationsaustausch war man sich einig, dass das geplante Steinbruchprojekt verhindert und dieses Gebiet unbedingt zu schützen ist. Insbesondere der Schutz des Trinkwassers stand im Vordergrund der Erörterungen.
Die Zusage, uns zu unterstützen und sich für den Erhalt der Gemündener Höhe im Wirtschafts- und Umweltministerium einzusetzen, war für uns ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis.

 

Danke an die Grünen des Rhein-Hunsrück-Kreises!

 

 

 

 

Wir feierten ein Jubiläum, nämlich die 1000. Buchausleihe

Frau Elfriede Neuls ahnte nicht, was sie erwartete, als sie zur regelmäßigen Bücherausleihe zur Bücherei von
Bürger für Gemünden e.V. kam. Zusammen mit ihrem Mann wollte sie sich eigentlich nur wieder einmal mit Lesematerial für die nächste Woche eindecken. Aber dieses Mal wurde sie besonders freudig begrüßt, denn sie war dabei, sich das 1000ste Buch auszuleihen. Und das musste gefeiert werden. Zusammen mit den Büchereihelfern von Bürger für Gemünden e.V. und anderen regelmäßigen Lesern wurde auf das 1000ste Leihbuch mit einem Glas Sekt angestoßen. Zudem überreichte Frau Gisela Schmidt der eifrigen Leserin einen Blumenstrauß in Form eines Gutscheins.

 

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